Was sind die Kaufkriterien für einen Kaminofen?

Cera Kaminofen Tipo

Cera Kaminofen Tipo

Kaminöfen werden in sehr vielen Ländern Europas hergestellt, da die Nachfrage nach einer Umwelt entlastenden und kostengünstigen Heizmethode immer mehr steigt. So kann man zum Beispiel einfach Ware aus den Nachbarländern wie Schweiz, Österreich, Frankreich, Belgien, Niederlande, Tschechien oder Dänemark kaufen oder doch lieber Ungarn oder Italien? Man könnte sich auch überlegen, ob man nicht doch lieber einen Kaminofen aus Deutschland kauft um dem eigenen Markt etwas Gutes zu tun. Dies bringt natürlich auch noch ein paar weitere Vorteile. In Deutschland gilt die Industrienorm, nach welcher die Kaminöfen in Qualitativ einwandfreiem Zustand hergestellt werden. Die hohe Qualität bringt sogar noch einen Vergleichsweise niedrigen Preis mit sich! Dadurch, dass es keine Importware ist die man kauft, ist natürlich der Lieferweg und damit der Preis klein.

Was das Aussehen des neuen Ofens angeht, so kann man sich ja bekanntlich über Geschmack streiten. Ob es jetzt ein eckiger Kaminofen ist mit vielen Winkeln und vielleicht einem kleinen Vorsprung zum sitzen, oder ob es ein einfaches kleines und rundes Öfchen ist, das zu nichts anderem dient als schön geschmeidig auszusehen und zu heizen. Egal für welches Design sie sich also entscheiden, es gibt bei Kaminöfen fast immer folgende Dinge auf die man beim Kauf achten sollte:

  • Es sollte notwendigerweise geprüft werden, ob der Ofen bereits bei der Ausstellung Rostspuren aufweist. So sollte man zum Beispiel nach Möglichkeit einen Ofen mit einem Türgriff aus Edelstahl kaufen, denn dieses Material setzt wenn überhaupt nur sehr wenig Flugrost an und rostet nicht durch. Auch auf den Korpus sollte man in dieser Hinsicht achten.
  • Man sollte unbedingt prüfen, ob irgendwelche Stellen wackeln und/oder nicht richtig sitzen. (Wie zum Beispiel das Rohr auf dem Anschlussstutzen).
  • Kann man die Dichtungen selber auswechseln? Wenn nicht, dann bedeutet das immer wieder zusätzliche kosten! Einfacher ist es da, sich einen Ofen mit unkomplizierten Dichtungen zu kaufen, sich ein bisschen mit der Technik zu beschäftigen und es auch einfach selbst zu machen.
  • Man sollte in jedem Fall nachschauen ob irgendwelche Sicherheitsrisiken vorhanden sind. Dazu gehören zum Beispiel ungesicherte Öffnungen wie Kochringe.

Ganz besonders sollte man bei seiner Auswahl auf die Kosten achten, die noch auf einen zukommen können. Runde Öfen kann man zwar sehr unkompliziert im Raum aufstellen, doch muss man bedenken, dass moderne, runde Kaminöfen auch moderne, gebogene Scheiben haben, welche wiederum bei möglicher Reparatur natürlicherweise mehr Geld kosten als unkomplizierte gerade Scheiben. Schiebetüren sind auch solche versteckten Kosten, welche nach dem Kauf mit fast schon ziemlicher Sicherheit auf einen zukommen. Sie sind schwieriger zu putzen, können blockieren und ganz besonders Schlimm: Die Dichtungen können eher verschleißen. Des Weiteren ist es ratsam, sich keine Öfen mit aufwendiger Innenverkleidung zu besorgen, denn diese kostet bei Reparatur teures Geld! Einfache SKAMOL Verkleidung reicht schließlich auch aus!

Der nächste Überlegungsschritt, den man machen sollte, ist die Frage nach der Funktion. Wie bei sehr vielen anderen Produkten auch, heißt es hier: Nicht allein auf das Verkaufsgespräch vertrauen. Am besten ist es immer noch, sich selbst zu überzeugen, ob das Modell funktioniert, denn auch die DIN-Verordnung bringt keine absolute Sicherheit. Also vergewissert man sich am besten noch einmal selber am Beispiel eines Vorführofens, ob die Aschelade genug Platz bietet, ob die geöffnete Tür zu sperrig ist oder ob das Backfach nur unnötige Show ist oder doch vielleicht zum leckeren Brotbacken taugt. Wird beim Ofen zusätzlich so genannte Tertiärluft zum Nachbrennen der Abgase zugeführt? Oder ist die Heizleistung im Vergleich zur Größe des Ofens angemessen?

Aprospro Heizleistung: Selbst in kalten Wintertagen kann man mit 10 kw ein Haus heizen (bei guter Wärmeverteilung). Doch Kaminöfen werden schließlich oft nur als Nebenheizung geplant. Als einfaches Sahnehäubchen bei gemütlichen Abenden. Deshalb sollte man sich genau überlegen, wie groß man den Ofen dimensioniert. Man will schließlich bei eben solchen gemütlichen Abenden nicht zu sehr ins Schwitzen geraten.

Bei dem Material des Ofens ist besonders darauf zu achten, ob die Schweißnähte ordentlich verarbeitet wurden, oder ob der Ofen an diesen Stellen einfach grob zusammengepappt wurde und deshalb fehlerhafte Stellen vorhanden sein können. Zusätzlich dazu sollte man nachfragen, ob bei dem Produkt irgendwelche Fehler von der Garantie ausgeschlossen sind, ob der Griff heiß wird (wenn ja, dann sollte wenigstens auch ein Handschuh bereit liegen) oder ob die Scheibe übermäßig dreckig wird. (Jede Scheibe wird in gewissem Maß dreckig. Doch gute Öfen hinterspülen diese mit Sekundärluft und reinigen sie so - siehe Lexikon.)

Ist der Kaminofen verkachelt? Ein paar Kacheln dienen nur dem hübschen Aussehen, sie machen noch keinen Kachelofen aus. Kacheln neigen darüber hinaus oft zu Oberflächenschäden. Wenn das im Übermaß passiert, müssen einzelne Kacheln ausgetauscht werden. Das kostet Geld und sieht durch manchmal abweichende Farbe nicht unbedingt am besten aus. Aus diesen Gründen lassen sich zum Beispiel viele deutsche Hersteller die Qualität ihrer Ofenkacheln zertifizieren. (Übrigens ist auch Speckstein in der Regel nicht in ausreichender Masse vorhanden, um wirklich als Langzeitspeicher zu wirken. Aber er neigt nicht so häufig zu Schäden. Und sieht ebenso gut aus - Geschmackssache.) Was den Preis, Nebenkosten und Garantie angeht, so ist zum Beispiel die Mehrwertssteuer zumeist im Preis enthalten. Jedoch keine Anschlusskosten und ähnliches. Am besten ist, man lässt sich die Nebenkosten einzeln auflisten um nicht in eine Falle zu tappen. Exklusive Kaminöfen haben meistens eine Garantie von 5 Jahren, mit ihnen kann man also sehr lange, sehr kostengünstig heizen. Hersteller sichern dazu meist einen Nachkauf von Ersatzteilen zu. Für Schäden, welche ohne erkennbaren Grund auftreten, sollte der Hersteller haftbar sein. Denn häufig liegt einfach ein Materialfehler oder auch Verarbeitungsfehler vor. Hersteller sichern zwar auch oft den nötigen Service zu, doch ist dieser oft nicht nötig. Als Besitzer des Ofens kann man ab und zu die Scheibe reinigen, zu Anfang der Heizsaison auch mal das Rohr gründlich putzen oder auch den Brennraum pflegen. All solche Sachen lassen sich bequem alleine erledigen und stellen in der Regel keine unüberwindbaren Hindernisse dar.

Also wenn man alle Sachen beachtet, und dabei ins Detail geht, sollte man sich sicher sein können, einen guten Ofen zu kaufen.