Kaminofen Installation

Wichtig vor der Installation (also vor dem Einbau) eines Kaminofens ist, dass man sich mit dem zuständigen Schornsteinfeger in Verbindung setzt. Denn wenn der Exklusive Kaminofen erst einmal angeschlossen ist und der Schornsteinfeger bemerkt, dass Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten wurden, dann kann der Mann mit Zylinder großen Ärger machen. Am besten noch vor der Bestellung des Geräts den Schornsteinfeger kontaktieren, denn er überprüft, ob der Schornstein für das Heizen mit einem Kaminofen geeignet ist und hat beratende Tätigkeit, was den Einbau und die Inbetriebnahme des Kamins angeht. Die Letztere segnet er nachher dann auch ab. Nun ist alles bereit für die Installation!

Den Schornstein kann man auch vorher prüfen, damit man sich sicher sein kann, dass er für einen Kaminofen geeignet ist. Wichtig hierbei sind die Länge des Schornsteins und sein Querschnitt. Die Werte für den Querschnitt sollten bei mindestens 15x15cm liegen, während bei der Länge 4,50m ausreichen. Ein Problem kann allerdings auch ein zu großer Schornsteinquerschnitt herbeiführen. Solche Schornsteine werden auch "begehbare Schornsteine" genannt. Exklusive Kaminöfen haben oft nicht genug Abgastemperatur um einen starken Zug aufrecht zu erhalten. Abhilfe schafft die Sanierung durch ein V2a Rohr, welches ca. ab 1200€ ohne Mehrwertsteuer zu erstehen ist. Noch teurer wird es, wenn gar kein Schornstein vorhanden ist. 1500€ und mehr sind dafür anzurechnen, wenn man einen komplett neuen Schornstein einbauen muss.

Kleining Kaminofen Modell Venus

Kleining Kaminofen Modell Venus

Man kann auch zwei Öfen an einen Schornstein anschließen. Dazu müssen nur einige Dinge sichergestellt werden. Zum einen muss der Schornstein dazu in der Lage sein, die Abgase beider Geräte zusammen zu entsorgen. Und zum anderen darf der neu angeschlossene Ofen nicht als offener Kamin benutzt werden. Er muss demnach der Kaminofen Bauart 1 entsprechen und eine Feder besitzen, welche die Kamintür schließt sobald sie losgelassen wird. Wenn ein freier Schornsteinzug vorhanden ist, dann ist ein Ofen der Bauart 1 nicht unbedingt notwendig. Für diesen Fall kann man in den meisten Fällen die Feder entspannen, sodass die Tür nicht automatisch geschlossen wird. In diesem Fall sollte jedoch sichergestellt werden, dass der Hersteller nicht an der Prüfung für Bauart 2 gespart hat (am besten vorher überprüfen).

Nun wurde allen möglichen Maßnahmen im Voraus nachgegangen. Die nächste Frage wird dem Anschluss des Ofens an den Schornstein gewidmet: Sollte man den Anschlussstutzen oben oder doch lieber hinten an der Seite anschließen? Im Grunde sollten gute Kaminöfen beide Möglichkeiten abdecken können. Wenn man den Ofen mit etwas abdecken will, dann sollte man möglichst noch vor dem Kauf entscheiden, wo der Stutzen angebracht werden soll. Doch wenn man sich entschließt, den Schornstein hinten anzuschließen, birgt dies ein paar Nachteile. Das Loch zum Schornstein ist meist sowieso an der falschen Stelle. Das bedeutet wenig Spielraum. Doch wichtiger ist zum einen der optische Effekt, denn das Rohr (nicht zu vergessen die meisten Ofenrohre sind als Knierohr gebaut) wirkt nur allzu oft recht mickrig. Zum anderen gibt es da auch noch das Hauptproblem bei einem Anschluss hinten. Dadurch, dass das Rohr direkt zur Seite abweicht, die Luft allerdings gerade nach oben will, wird der Zug um einiges verschlechtert. Da bringt auch das Knierohr zur Wand nicht mehr viel, um die Störfaktoren einzudämmen. Grundsätzlich ist ein Anschluss oben am Ofen 1. schöner anzusehen und 2. Effektiver. (Demnach in den meisten Fällen auch die bessere Wahl)

Nachdem dieser Punkt nun auch abgehakt wurde, wird es Zeit, den Kamin endlich an den Schornstein anzuschließen. Normalerweise wird gutes Geld für das Anschließen des Kamins an den Schornstein genommen. Die Beträge sind entweder extra ausgeschrieben oder im Preis versteckt (oder enthalten). Sie liegen zwischen 100 und 250 Euro und können im Grunde genommen gespart werden. Denn Exklusive Kaminöfen können mit ein bisschen handwerklichem Geschick selber angeschlossen werden. Hierzu muss einfach die aus dem Prospekt entnommene Höhe an der Wand markiert werden. Danach die Muffe umdrehen und mit ihr, an der Stelle wo der Ofen mit dem Schornstein verbunden werden soll, einen Kreis anzeichnen. Dieser Kreis markiert das aus zu stemmende Loch in der Wand. Danach mit dem Schlagbohrer vorbohren und das Loch langsam und vorsichtig ausstemmen. Mit viel Mörtel kann nun die Muffe in das Loch gesetzt werden. Um den Zug nicht zu stören, sollten zwischen der ersten Wandung und dem eigentlichen Zug weiterhin Stücke von Schamottenrohr und Eisenrohr überbrückt werden. Nachdem nun alles an der Wand eingerichtet ist, kann im Grunde genommen schon das Anschlussrohr an die Muffe angesetzt werden. Das Einzige, worauf man bei diesem Verfahren achten muss, ist, dass man sehr präzise arbeiten muss. Wer sich also nicht so recht an diese Arbeit wagt, dem bleibt immer noch die Alternative, den Fachmann zu rufen.

Die Abstände des Kaminofens zu seinem Umfeld kann man relativ kurz zusammenfassen. Zu tragenden Wänden, brennbarem Fachwerk etc dürfen die meisten modernen Kaminöfen nicht näher als 20 cm aufgestellt werden. Im Bereich der Strahlwärme (also vor dem Ofen) sollte ein Sicherheitsabstand von glatten 80 cm zum nächsten, brennbaren Gegenstand eingehalten werden. Dazu gehören natürlich Möbel und tragende Holzsäulen im Raum. Diese 80 cm sollten auch um das Rohr herum eingehalten werden. Brennbare Dinge an der Wand sollten vor Wärme geschützt werden!

Damit wäre alles erledigt. Jedoch sollte man auch schon beim transportieren des Ofens auf einige wichtige Dinge achten. Kaminöfen sind schwer. Um sich nicht den Rücken zu verknacksen, sollte man sich am besten irgendwelche kleinen und günstigen Transportroller anschaffen. Besonders bei Treppen und Rampen sollte darauf geachtet werden, dass das gute Stück perfekt gesichert ist!

Informationen über das erste Anheizen sind unter Inbetriebnahme im Lexikon zu finden.