Wie funktioniert ein Kaminofen eigentlich?

Cera Kaminofen Modell Vela

Cera Kaminofen Modell Vela

Im Grunde sind alle Kaminöfen von der Funktionsweise gleich. Der Brennraum ist der dabei zentrale Ort wo die Verbrennung stattfindet. Um den Belastungen stand zu halten, welche bei der Verbrennung auf ihm lasten, muss er aus speziellem Material bestehen und mit hitzebeständiger Thermofarbe behandelt worden sein. Die bei der Verbrennung anfallenden Abgase, welche nicht verbrannt werden können, werden über den Schornstein nach außen befördert. Wenn Holz verbrannt wird, fallen natürlich nicht nur Abgase an, sondern es entsteht auch Asche. Diese kann man über einen Rüttelrost in die so genannte Aschelade befördern und entfernen. Die Türen von Kaminöfen bestehen in der Regel aus feuerfestem Glas. Sie dient natürlich in erster Linie dazu, das Brennmaterial in den Ofen zu legen, zum anderen dient sie allerdings auch dazu, das Feuer zu kontrollieren und den Brennvorgang zu manipulieren. Ohne die Türe wäre keine kontrollierte Luftzufuhr zum Feuer möglich und demnach gäbe es keine ordentliche und erwartungsgemäße Heizleistung. Die Türe eines Kaminofens ist demnach keine Behinderung, welche die Wärme nicht ordentlich nach außen lässt, sondern gibt jene durch Strahlungswärme kontrolliert weiter. Die meisten modernen Öfen sind doppelwandig. Durch Konvektion wird die Wärme in der Regel über oben liegende Öffnungen an den zu heizenden Raum weitergegeben und verteilt.

Die Luft, die bei der Verbrennung gebraucht wird, wird bei den meisten Öfen in 3 Schritten zugeführt. Die Primärluft wird durch eine verschließbare Öffnung direkt in den Ofen geführt, um dem Feuer immer den nötigen Sauerstoff zum Betrieb zuzuführen. Die Sekundärluft wird in Kanälen dicht an dem Brennraum vorbeigeführt. Sie erhitzt sich dabei und hinterspült die Scheibe beim Eintreten in denselben. Diese heiße Luft wird in erster Linie jedoch dazu benutzt, Gase, welche aus dem Holz austreten, zu verbrennen. Die übrig bleibenden Gase steigen nach oben und bevor sie in den Schornstein geleitet werden, passieren 2 Dinge. Sie werden durch die Schamotte geleitet, was bedeutet, dass sie daran gehindert werden, sich zu schnell zu verflüchtigen. Hierbei geben sie noch einen sehr großen Teil ihrer Hitze ab. Die sehr heiße Tertiärluft wird im oberen Teil des Ofens dabei zum Nachbrennen genutzt. Die Gase die, durch die Sekundärluft übrig geblieben sind, werden so fast gänzlich verbrannt, der Ofen bekommt zusätzlich Leistung und der Schadstoffausstoß bleibt unvergleichlich gering.

Um optimale Leistung aus dem Ofen herauszukitzeln, sollte darauf geachtet werden, dass das Holz zum Verbrennen weniger als 20 Prozent der Restfeuchte hat und dass man nicht zu viel Holz in den Brennraum schiebt. Die Menge muss auf den Ofen abgestimmt sein, das heißt, es darf nicht zu viel Holz im Ofen sein und auch nicht zu wenig. Nur so und mit der richtigen Bedienung des Ofens kann man einen sehr guten Wirkungsgrad erzielen. Die Leistung von Kaminöfen wird oft unterschätzt, weswegen exklusive Kamine oft überdimensioniert werden. Das bedeutet eine zu große Leistung für zu kleine, zu heizende Flächen! Dies sollte nicht passieren, denn man will schließlich eine angenehme Temperatur erzielen. Man kann damit rechnen, dass ca. 10kw schon für ein Einfamilienhaus reicht! Um solch eine Leistung zu bekommen, muss man jedoch alles sehr gut aufeinander abstimmen und keine Fehler machen. Der Schornstein muss für den Kaminofen geeignet sein, Die Verbrennungsluft muss heiß genug sein usw.

Selbst ein einwandfrei funktionierender Ofen kann bei falscher Behandlung überhitzen. Auch wenn eine große Hitze angestrebt werden sollte, ist darauf zu achten, dass bei zu großer Hitze Teile wie der Rüttelrost beschädigt werden können.